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Yusupov Palast

Der Yusupov Palast (Дворец Юсуповых на Мойке) wurde 1780 im klassizistischem Stil geschaffen und zählt wohl zu den schönsten Palästen weltweit. Erbaut wurde er nicht für die Zarenfamilie, sondern für die Familie des Fürsten Felix Felixowitsch Jussupow.Eine immens reiche Familie des russischen Adels, für ihre Menschenfreundlichkeit und Kunstsammlungen bekannt. Die luxuriöse Innenarchitektur strahlt Reichtum und Prunk aus und kann es locker mit dem Winterpalast aufnehmen.

In der Nacht des 17. Dezember 1916 wurde der Palast Schauplatz eines mysteriösen und grausigen Mordes an Rasputin, dem sibirischen Mönch und Berater des Zaren. Der mit einer Nichte des Zaren verheiratete Fürst Felix Jussupow und seine Mitverschwörer luden Rasputin zum Mahl ein, wo sie ihn mit Cyanid im Rotwein und Kuchen zu vergiften suchten (angeblich genug um 5 Männer zu töten). Da dies Rasputin scheinbar noch nicht zur Strecke brachte, wurde er schliesslich von Jussupow mit Pistolenschüssen niedergeschossen. Doch der Mönch konnte sich in den Palasthof retten, wo die Verschwörer weiter auf  ihn schossen, ihn mit einer Eisenstange prügelten und ihn schliesslich durch ein Eisloch in die Newa warfen. in die eisige Newa warfen. Rotwein versuchten den Mord mit Zyankali im Gebäck und mit Pistolenschüssen, mussten aber auf den angeblichen Wunderheiler, der dennoch in den Palasthof gelangte, nochmals schießen, bevor sie ihn schließlich durch ein Eisloch ins winterkalte Wasser der Kleinen Newa warfen. Die Autopsie stellt später fest, dass Rasputin weder an dem Gift noch an den Schusswunden erlag, sondern an Unterkühlung! In den Räumen des Palastes, in dem der Mordversuch stattfand, ist die Szene mit Wachsfiguren nachgestellt.

Jussupow wurde nicht des Mordes angeklagt, sondern lediglich verbannt und emigrierte mit einem Grossteil seines Vermögens nach der Oktoberrevolution nach Frankreich. Der Yusupov Palast gelang alsbald in die Hände der Sowjets und wurde fortan als Museum genutzt, das den Tod Rasputins thematisiert.